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Netzfund, auf den Punkt gebracht. Es gibt keine Ausreden mehr!

Hallo zusammen,
Ich muss mal wieder was loswerden. Die nachfolgenden Zeilen habe ich eben als Antwort auf einen Kommentar geschrieben, weshalb das mit der Hilfe im Kreis Ahrweiler und in Swisttal, Rheinbach etc. nicht schneller geht.
Da die Dame daraufhin ihren Kommentar gelöscht hat, ich aber eine ganze Reihe ähnlicher Kommentare heute schon gelesen habe, möchte ich diese Zeilen einfach mal hier teilen, in der Hoffnung, dass sich vielleicht der eine oder andere angesprochen fühlt.
Die Feuerwehren in Deutschland sind zu über 90% durch Ehrenamtliche besetzt. Alles Leute, die "im normalen Leben" einem anderen Job nachgehen. Vom Bänker bis zum Briefträger, vom Anwalt bis zum Straßenkehrer, vom Elektriker bis zum Dachdecker...
In ihrer Freizeit treffen sie sich 2-3 Mal pro Monat für Übungen und ab und zu opfern sie ein Wochenende für eine Aus- oder Weiterbildung.
Und dann geht ab und an der Melder. Morgens um 9 bei der Arbeit, nachmittags um 5, während sie mit den Kindern auf dem Spielplatz sind oder nachts um 3 wenn sie schlafen.
Egal in welcher Situation, es geht der Puls hoch und es heißt "jetzt aber schnell" Kinder Huckepack und im Laufschritt nach Hause und dann ohne Kinder weiter zum Gerätehaus, oder auch schon mal in Unterhose und T-shirt aus dem Bett direkt ins Auto...
Schon 3 Minuten später im Löschfahrzeug beginnend mit Atemschutz auszurüsten und 5 Minuten später im brennenden Haus eines Fremden und wildfremde Kinder aus dem Feuer holen... und trotzdem 5 Stunden später wieder pünktlich im Büro.
Während andere bei Starkregen Morgens am Frühstückstisch auf Facebook die Berichte der Nacht lesen und kommentieren, weshalb nicht schneller geholfen wird, sitzen die Kameraden, die die ganze Nacht bis an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit geackert haben, im Gerätehaus, trinken einen Kaffee und reden mit den Kameraden. Diskutieren darüber, was vielleicht nicht so gut gelaufen ist, überlegen, wie man Fehler, die passiert sind, beim nächsten Mal vermeiden kann.
Kurz, sie verarbeiten das Erlebte und die Bilder der Nacht im Gespräch mit den Kameraden.
Einer schaut auf Facebook und liest, dass in Altena bei Hagen ein 46 jähriger Kamerad, beim Versuch eine Person zu retten, von den Wassermassen mitgerissen wurde und ertrank. Plötzlich ist es komplett still im Gerätehaus. Die Gedanken sind beim Kameraden aus Altena, bei seiner Familie, aber auch bei der eigenen Familie.
Zwangsläufig stellt man sich vor "was wäre, wenn ich das gewesen wäre?".... Minuten vergehen in Stille ... plötzlich steht einer auf und reißt alle aus den düsteren Gedanken: "kommt Jungs, Stiefel putzen, Ausrüstung trocknen... wessen Klamotten müssen in die Wäscherei?
Ich hoffe ja, die kriegen die Sachen bis heute nachmittag fertig... wer von euch ist heute abend wieder mit am Start?"
Die Ausrüstung wird klar gemacht, schnell noch ne Mail an den Chef und dann ab ins Bett...
Und jetzt sollte sich jeder Fragen, der hier kommentiert "warum hilft denen denn keiner?": Wo kann ich mich melden, um zu helfen ?
Seit Jahren kämpfen die Freiwilligen Feuerwehren im ganzen Land gegen Mitgliedermangel. Überall fehlt es an Leuten, die nicht nur im Internet mit schlauen Fragen dabei sind, sondern auch mal die Ärmel hochkrempeln und wirklich mit anpacken.
Jetzt ist der Moment, wo du schauen solltest, wie du mit der Freiwilligen Feuerwehr, dem THW oder dem DRK an deinem Ort in Kontakt treten kannst und mitmachen statt mitreden lernst.
 

Grossfeuer im Lohweg
Lagerhalle brennt im Industriebetrieb für Kunststoffrecycling 

Am 27.04.2021 gegen 20.10 Uhr wurde die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst und es gingen kurze Zeit später einige Notrufe ein.
Auf rund 2500m² brannte eine Halle mit gepressten Kunststoffabfällen in voller Ausdehnung.

Verletzt wurde niemand, alle Mitarbeiter hatten den betroffenen Bereich verlassen.

Eine Ursache für das Feuer konnte noch nicht ermittelt werden.
Die Löscharbeiten dauern weiter an und auch am nächsten Morgen ist das Feuer noch nicht gelöscht.
Wir haben ein paar Eindrücke des Einsatzgeschehens aufgenommen.

 

 

 

 

 

 

 

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